Nur Frauen können für Gleichstellung von Frauen und Männern sorgen

Im Rahmen der Diskussion um die Hochschulneugründung in der Lausitz, habe ich mir mal das aktuelle Hochschulgesetz für Brandenburg durchgelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass dieses Frauen bevorzugt, bzw. Männer benachteiligt.

Das Brandenburgische Hochschulgesetz sagt, dass nur Frauen für die Gleichstellung von Frauen und Männern sorgen können. Denn Dort heißt es in §66 Abs. 1:

(1) An jeder Hochschule werden zur Wahrnehmung der Aufgaben nach § 7 Abs. 1 eine Gleichstellungsbeauftragte (zentrale Gleichstellungsbeauftragte) und bis zu zwei Stellvertreterinnen von den Mitgliedern und Angehörigen der Hochschule für die Dauer von vier Jahren gewählt und vom Präsidenten bestellt. In Hochschulen mit mehr als 3 000 Mitgliedern kann die Aufgabe der zentralen Gleichstellungsbeauftragten hauptberuflich wahrgenommen werden. In diesem Fall ist die Stelle auszuschreiben. Näheres zur Wahl wird in der Grundordnung bestimmt.

Es wird also nur einer Gleichstellungsbeauftragten die Fähigkeit zugesprochen die Gleichstellung nach §7 Abs. 1 des Brandenburgischen Hochschulgesetzes wahrzunehmen.

Erinnern wir uns an Art. 3 Abs. 3 des Grundgesetzes:

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat
und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt
werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Es darf also niemand wegen seines Geschlechtes benachteiligt werden? Interessangt!

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2 Responses to Nur Frauen können für Gleichstellung von Frauen und Männern sorgen

  1. Dachi says:

    Die Ausschreibung ist doch einfach nur im generischen Femininum geschrieben 😉

    • libreman says:

      Das ist keine Ausschreibung, sondern ein Gesetz 😉

      Jedenfalls wäre das ein schlechter Stil, denn im gesamten Gesetz wird von „Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer” von „Präsidentin und Präsident” usw. geschrieben. Ausgerechnet an dieser Stelle haben sie as dann also veregessen.

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